Wie der Ford Fiesta die Rallye-Welt aufmischt

Mai 7, 2014

Der Ford Fiesta ist aus der Rallye-Szene nicht mehr wegzudenken.

In der 1973 gegründeten Rallye-Weltmeisterschaft sind Modelle von Ford immer vorne mit dabei. Das britische Team M-Sport entwickelte den Fiesta RS WRC – das bei den 13 Saisonläufen zumeist das populärste Modell in der Top-Klasse WRC („World Rally Cars“). Mit gut 300 PS und dem 1,6 Liter großen EcoBoost-Motor erzielte dieser Allradler in den Händen des finnischen Rallye-Piloten Mikko Hirvonen zuletzt einen zweiten Rang bei der Rallye Portugal.

Aber auch der von M-Sport entwickelte Fiesta R5 ist bei Fahrern und Fans sehr beliebt. Immerhin rasen aktuell mehr als 50 Exemplare auf den Rallye-Pisten in aller Welt von Sieg zu Sieg. Wie der Fiesta WRC und die hiervon für regionale Meisterschaften abgeleitete RRC-Variante („Regional Rally Car“), setzt man hier auf den 1,6-Liter-EcoBoost-Vierzylinder von Ford. Fiesta R5 und RRC starten gemeinsam mit der etwas älteren, von einem 2,0-Liter-Saugmotor angetriebene Fiesta S2000-Variante in der sogenannten WRC 2-Kategorie der Rallye-Weltmeisterschaft. Mikko Hirvonen konnte darin 2010 die Rallye Monte Carlo gewinnen. Der Erfolg gibt Ford Recht, denn 2014 endeten alle vier bisherigen WM-Läufe mit überlegenen Klassensiegen für den Fiesta.

Aber auch Privatfahrer und Nachwuchstalente werden im Rallye-Programm von M-Sport fündig: zum Beispiel mit dem Fiesta R1 oder R2. Schon die Einstiegsvariante – der preisgünstige R1 – verbindet einen 130 PS starken 1,6-Liter-Motor mit einem geringen Gewicht von 1.080 Kilogramm, was zu beeindruckenden Fahrleistungen führt. Eine nachträgliche Aufrüstung zum Fiesta R2 ist auch kein Problem. Ein aufwändiger konstruiertes Fahrwerk mit größeren Bremsen undein Sperrdifferenzial für den Frontantrieb sind nur zwei von vielen Details, die den Fiesta R2 ausmachen. Der Motor leistet bis zu 170 PS, während das Leergewicht auf „schmale“ 1.030 kg sinkt. Der Fiesta R2 dient als Basisfahrzeug für die „Drive DMACK Fiesta Trophy“, die in diesem Jahr bei fünf europäischen WM-Läufen ausgetragen wird, und kommt auch bei zehn nationalen Fiesta SportTrophy-Markenpokalen zum Einsatz.

Es scheint, als wäre die Erfolgsgeschichte des Fiesta in der Rallye-Welt noch lange nicht zu Ende.

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