Vier Mädels und ein Ford Transit Nugget auf dem Roadtrip ihres Lebens

August 29, 2016

Morgens aufstehen, nur das Nötigste zusammenpacken, ab ins Auto und auf einem Trip ins Blaue den Duft von grenzenloser Freiheit schnuppern; einfach mal alles hinter sich lassen. Diesen Traum vom Roadtrip ihres Lebens haben sich vier Mädels aus Bayern erfüllt. Kaum hatten sie das Abitur in der Tasche, kauften sich Sophia Rieder, Johanna Wenzl, Hanna Deittrick und Johanna Plonka einen 24 Jahre alten Ford Transit Nugget – den sie liebevoll auf den Namen „Büssls“ tauften – um mit ihm auf große Tour zu fahren.

Ganz ohne Vorbereitungen geht sowas natürlich nicht, schließlich musste „Büssls“ zunächst mal ausgiebig präpariert werden. Kaum hatten sich die vier auf das Farbschema rot-orange geeinigt, wurde genäht, gepinselt und gebastelt bis „Büssls“ nach gut zwei Wochen Arbeit ein standesgemäßes Hippie Mobil abgab – inklusive Gitarrenhalter unter der Decke und der fast schon obligatorischen Bemalung im Flower Power Style.

Mit neuen Kissen, Vorhängen, Rücksitz Organizer, bunten Lederriemchen am Lenkrad und Mandalas auf dem Tisch war der Transit Nugget schließlich startklar. Voller Vorfreude und mit nicht viel mehr als einer groben Richtung im Kopf ging es ab nach Frankreich und von dort immer an der Küste entlang. Weiter in Richtung Süden wurden die Mädels von ständigen Hupkonzerten begleitet – was weniger einem rasanten Fahrstil als vielmehr der Bewunderung und Anerkennung für „Büssls“ geschuldet war.

Nach gut einem Monat hatten die vier nicht nur 10.000 Kilometer mehr auf dem Tacho, sondern auch jede Menge toller Erinnerungen und Erfahrungen gemacht. Unvergessen zum Beispiel als die vier mit ihrem Ford Transit Nugget an einer steilen portugiesischen Dorfstraße scheiterten und sich ein junger Portugiese kurz entschlossen auf den Fahrersitz schwang und „Büssls“ unter dem Beifall aller Dorfbewohner den Hang hinauf manövrierte.

Leider war der Roadtrip nicht nur von Sonnenschein geprägt: In Spanien fiel „Büssls“ gleich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen einem Autoknacker zum Opfer. Doch auch das nahmen die vier gekonnt mit stoischer Gelassenheit: „Das Problem des ewigen Auf- und Zusperrens hatte sich damit von selbst gelöst und da beide Einbrüche an aufeinanderfolgenden Tagen passierten, gab es beim zweiten Mal wenigstens nicht mehr viel zu holen.“

Doch neben diesem kleinen Rückschlag bleibt der Roadtrip ein unvergessliches Erlebnis, das sie nicht missen möchten. Und eins stand bereits bei ihrer Rückkehr nach Deutschland fest: Das war nicht der letzte Roadtrip der vier. Die europäischen Straßenkarten blieb direkt im Transit verstaut „Denn“, da waren sich die vier sofort einig „unser Büssls hat sicherlich noch einige abenteuerliche Reisen mit uns vor.“ Und so geht es Ende November wieder auf in Richtung Italien, um den Roadtrip dort fortzusetzen, wo die Mädels ihn das letzte Mal beendet haben.

Wir wünschen eine gute Reise und freuen uns schon jetzt auf viele spannende Geschichte bei ihrer Rückkehr!