Probefahrt vom Sofa aus

März 30, 2017

Virtual Reality (VR) wird das zukünftige Leben und Handeln in vielerlei Hinsicht verändern, so die Einschätzung von Experten – auch den Autokauf. Eine Probefahrt hat etwa die gleiche Funktion wie ein erstes Date, denn neben finanziellen Fragen sind beim Autokauf Emotionen einer der wichtigsten Faktoren. VR ermöglicht es genau diese Emotionen zu übermitteln – und der Kunde muss dazu nicht mal vor die Haustür. „Künftig könnte jemand, der einen SUV von Ford kaufen möchte, die entsprechenden Baureihen zum Beispiel virtuell in der Wüste zur Probe fahren ohne das eigene Haus verlassen zu müssen“, sagt Jeffrey Nowak, Chief Designer Global Digital Experience, Ford Motor Company. „Realistische Eindrücke von den Eigenschaften eines Fahrzeugs lassen sich dank VR an fast jedem Ort vermitteln – sei es beim Autohändler im Showroom oder abends zu Hause im Pyjama vor dem Schlafengehen“.
Auch schon heute setzt Ford, zum Beispiel im Bereich Design, VR-Technologien bei der Fahrzeugentwicklung ein. Eine hochmoderne Simulations-Technologie im Ford Design Studio im Köln-Merkenich ermöglicht es den Designern und Ingenieuren, beispielsweise das Cockpit einer neuen Baureihe ohne die Notwendigkeit eines physisch existierenden Prototyps, vollständig zu simulieren. Diese Technik wurde beim neuen Ford Fiesta, der im Juli in Deutschland auf den Markt kommt, angewendet: Die Position der Bedienelemente, das Layout des Armaturenträgers und die Sitzpositionen wurden unter Einbeziehung von VR-Technologie entwickelt.
Die Entwicklung geht aber noch einen Schritt weiter: In Zukunft ist es denkbar, dass sogar der spezifische Geruch des Fahrzeug-Innenraums Teil der VR-Tour eines Autos sein wird. Ford erforscht derzeit das Potenzial einer Reihe von erweiterten VR-Technologien – so zum Beispiel die Einbeziehung digitaler Hologramme, die innerhalb des nächsten Jahrzehnts den Menschen erlauben könnten noch bequemer mit Produkten zu interagieren. Amko Leenarts, Head of Global Interior Design Operations, Ford Motor Company: „Menschen entscheiden innerhalb von nur drei Minuten, ob sie ein Produkt mögen oder nicht. Gleiches gilt natürlich für Autos. Der Moment, in dem du einen Geruch wahr nimmst, die Beschaffenheit einer bestimmten Oberfläche erspürst oder das Geräusch beim Schließen der Fahrertür hörst – das alles sind wichtige Eindrücke. Wir als Designer tragen dazu bei ein möglichst perfektes Rundum-Erlebnis für den Kunden zu schaffen“.

Themenbereiche: ford Virtual Reality VR
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