#FordFan des Monats: Ford Mann seit Kindheit

August 20, 2014

Mikko Hirvonen verbrachte nahezu seine komplette Rallye-Karriere hinter dem Steuer eines Ford WRC Autos. Grund genug, den finnische Rallye-Fahrer aus dem M-Sport Rennstall genauer unter die Lupe zu nehmen. Kurz vor der ADAC Rallye Deutschland stand Mikko Hirvonen dem Ford Social Media Team Rede und Antwort.

René: Mikko, du bist nahezu deine gesamte Karriere lang Ford WRC Autos gefahren. Was ist der Grund? Hast du eine emotionale Beziehung zu deinem Auto?
Mikko: Seit ich ein kleines Kind war, bin ich ein „Ford Mann“. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen als ich meinen Vertrag bei Ford unterschrieben habe. Außerdem verstehe ich mich super mit dem Team und freue mich deshalb umso mehr, dass ich schon so viele Jahre für Ford fahren darf.

René: Wie fühlt es sich an, wenn du den Motor deines Ford Fiesta RS WRC startest?
Mikko: Es fühlt sich gut an! Es erinnert mich jedes Mal daran, dass ich genau das tue, wovon ich schon als Kind geträumt habe. Man spürt die Aufregung und das Adrenalin, das man so von nichts anderem bekommt.

René: Als du 2004 bei Subaru ausgeschieden bist, hast du dich entschieden, als Privatfahrer in einem Ford Focus an den Start zu gehen. Warum fiel deine Wahl auf den Focus?
Mikko: Für einen Privatfahrer ist der Ford Focus ein wirklich konkurrenzfähiges Auto, das zugleich auch leicht zu bekommen ist. Es war eine naheliegende Entscheidung für mich.

René: In der WRC sind wir von Ford 2011 vom Focus zum Fiesta gewechselt. Was ist der größte Unterschied zwischen diesen beiden Autos? Und warum ist der Ford Fiesta im Moment das beliebteste Rallye-Auto der Welt?
Mikko: Es haben sich viele Dinge verändert, aber ich denke, die Fahrwerksgeometrie und die Tatsache, dass wir kein aktives Mitteldifferential mehr haben, waren die wichtigsten Veränderungen. Dass der Fiesta heutzutage in der WRC so beliebt ist, liegt daran, dass er extrem leicht zu fahren ist und dass es für neue Fahrer einfach ist, zu verstehen, wie das Auto funktioniert.

René: Erzähl uns ein bisschen von deinem Ford Fiesta RS WRC! Wie viele PS hat er? Wie schnell beschleunigt er von 0 auf 100? Und was magst du am liebsten an ihm?
Mikko: Ich liebe ihn, weil es ein Ford ist – und ein ziemlich beeindruckendes Spielzeug. Er hat ungefähr 300 PS und – abhängig von den Bedingungen – braucht er zwischen 3,5 und 4 Sekunden, um von 0 auf 100 zu beschleunigen. Das mag schnell klingen, aber wir Rallyefahrer versuchen immer, noch mehr heraus zu holen.

René: Was für ein Auto fährst du privat? Und wie schwer ist es für dich, die Verkehrsregeln einzuhalten?
Mikko: Ich hatte schon immer eine Schwäche für alte Modelle von Ford. Hin und wieder fahre ich meine alten Ford Cortina und Escort. Mit solchen Autos ist es leicht, sich an die Verkehrsregeln zu halten.

René: Wie verbringst du sonst deine Freizeit?
Mikko: Ich bin viel unterwegs, deshalb versuche ich, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Außerdem habe ich eine Leidenschaft dafür, alte Autos zu restaurieren.

René: Als 15-jähriger Junge hast du deine Heimat verlassen, um Automechaniker zu werden. Wie wurde aus dem Mechaniker ein WRC Fahrer?
Mikko: Rallye-Fahrer zu werden war mein Kindheits-Traum. Natürlich musste ich viel lernen und hart arbeiten, um die technische Seite zu verstehen, aber es ist mir gelungen. Mein Traum hat mich angetrieben.

René: Hast du in deiner Karriere schon schlimme Unfälle erlebt? Wenn ja, wie gehst du mit solchen Erlebnissen um, ohne an deinem Job in der WRC zu zweifeln?
Mikko: Ich hatte selbst nie einen wirklich schlimmen Crash. Jedem Rallyefahrer passieren Unfälle – das gehört dazu. Mein vielleicht schlimmster Unfall war während der Tests für die Rallye Sardinien, aber dann sind wir in der nächsten Rallye in Neuseeland um den Sieg gefahren – da war der Fokus klar. Solche Erlebnisse haben mich nie wirklich beeinflusst.

René: Schaut man sich die erfolgreichsten WRC Fahrer aller Zeiten an, begegnen einem ausgesprochen viele finnische Namen. Warum sind die Finnen so gute Rallye-Fahrer?
Mikko (lacht): Ganz einfach. Wir haben das Rallyefahren im Blut.