Melancholische Songs als perfekter Start in den Tag

Juni 30, 2017

Wer hätte das gedacht? Songs, die eher traurig und melancholisch klingen, so wie z.B. „Sorry“ von Justin Bieber der „The Winner Takes it All“ von Abba, können uns schwungvoller in den Tag starten lassen und uns selbst zwei Stunden später noch unsere emotionale Stimmung beeinflussen. Zu diesem Ergebnis ist eine von Ford beauftragte Studie gekommen, die gemeinsam mit Spotify und der New York University durchgeführt wurde.

Was alle Songs gemeinsam haben, ist ein treibender Beat als auch eine melancholische Grundstimmung. Laut der Studie ist das die beste Rezeptur für die tägliche Fahrt zur Arbeit.

„Ob Besuch bei der Familie, Arbeitsweg oder Fahrt ins Fitness-Studio: Für viele Menschen zählt die Musikauswahl ebenso zur Reiseplanung wie die Ausarbeitung einer geeigneten Route“, stellt Marcel Breker, Engineer, Ford Europa, fest. „Im Rahmen der Einführung von B&O PLAY® beim neuen Ford Fiesta wollten wir wissen, wie Musik die Stimmung beeinflussen kann, nicht nur während der Fahrt sondern auch in den darauf folgenden Stunden“.

Wissenschaftler haben zwei Schlüsselmerkmale von musikbasierter Stimmungsbildung identifiziert. „Energie“ treibt das Lied an und steht für Takt und Tempo, während „Valenz“ die Tiefe, das Gefühl und die Grundstimmung eines Songs beschreibt. Gemeinsam besitzen diese Elemente das Potenzial, um selbst bei langweiligen Autofahrten für Aufmunterung zu sorgen.

An der Studie nahmen Testpersonen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien teil. Sorgfältig zusammengestellte Playlists boten verschiedene Kombinationen von „Energie“ und „Valenz“. Die jeweilige Stimmung der Probanden wurde mit Hilfe von Fragebögen identifiziert, die unmittelbar vor, unmittelbar nach und in stündlichen Intervallen nach der morgendlichen Autofahrt zum Arbeitsplatz von den Teilnehmern ausgefüllt wurden.

Musikstücke mit einem treibenden Beat sprachen grundsätzlich am besten an, doch traurig klingende Tracks in Moll mit „geringer Valenz“ waren ebenso beliebt wie beschwingte Stücke. „Insgesamt hatte Musik mit einem hohen Energieniveau den stärksten Einfluss auf unsere Testpersonen“, beschreibt Amy Belfi, Neurowissenschaftlerin von der New York University und ausgewiesene Expertin für die Auswirkungen von Musik auf das Gehirn. „Was besonders faszinierend war, dass insbesondere ‚traurige‘ Lieder am ehesten eine erhebende Wirkung hatten, obwohl sie eigentlich eher von melancholischer Natur sind. Ein Grund könnte sein, dass uns genau diese melancholischen Lieder an schwierige Erfahrungen erinnern, die wir überwunden und aus denen wir etwas gelernt haben.“

Koppel Varma, Global Insights, Spotify fügt hinzu: „Musik kann man als Soundtrack unseres Lebens verstehen. Was wir hören, kann in Bezug auf den Moment sowie unsere Gefühle im Verlauf eines kompletten Tag einen spürbaren Unterschied machen. Die Erkenntnis, dass dieser positive Effekt gleichfalls aus traurigen und fröhlichen Liedern resultieren kann, wird uns dabei helfen, angebotene Musikstücke an die Stimmungen unserer Zuhörer anzupassen.“

Das ist die Studien-Playlist mit den eher melancholischen Songs:

Playlist Science of Sound