Familienbande: Unser Ford Fiesta hält sie zusammen

Dezember 16, 2016

Carlo Tedeschi und seine Frau haben für ihre Kinder ganz normale italienische Namen ausgesucht: Cristina, Monica, Francesco, Massimo, Paolo, Valentina, Chiara … und Fiesta. Vor mittlerweile 38 Jahren haben die beiden sich den weißen Kleinwagen der ersten Generation angeschafft und betrachten ihn mittlerweile als ihr „achtes“ Kind. Carlo selbst hat mit diesem Auto vielen seiner Kinder das Autofahren beigebracht.

Als bei Carlo vor zwei Jahren Krebs diagnostiziert wurde, beschlossen seine „anderen“ Kinder das geliebte Familienauto zu restaurieren und es in seinem früheren Glanz erstrahlen zu lassen.
„Der Fiesta war immer ein Teil unserer Familie. Unser Vater hat uns überall mit dem Auto hingefahren. Ich selbst und meine beiden jüngeren Schwestern haben im Ford Fiesta sogar das Fahren erlernt“, sagte Paolo, der 34-jährige Sohn. „Wir wussten, dass die Runderneuerung des Autos sein Traum war. Es war bei Hochzeiten dabei, an Feiertagen waren wir mit ihm unterwegs, es ist wie ein Bruder oder eine Schwester. Jeder kennt unser Auto. Wir sind die Fiesta-Familie“.
Um sich für den Status eines echten Oldtimers zu qualifizieren dürfen alte Autos ausschließlich Originalteile aufweisen. Ein Stolperstein war das ausgefranste Sitzgewebe, das in Italien nicht mehr erhältlich war. Doch Nachrichten von der Aktion erreichten deutsche Fiesta-Enthusiasten, die ihrerseits einen Aufruf starteten und das Vorhaben somit retteten. Sie überbrachten Carlo Tedeschi die neuen „alten“ Sitze sowie einen Scheck für die Vereinigung zum Kampf gegen den Krebs. Die Mitglieder der Tedeschi-Familie waren außerdem Ehrengäste, als Ford letzte Woche in Köln die nächste Ford Fiesta-Generation enthüllte.