Der „Roboter-Doktor“

November 1, 2013

Die Hightech-Roboter von Ford arbeiten das ganze Jahr rund um die Uhr. Manchmal werden sie krank. Wenn das passiert, kommen „Roboter-Doktoren“ wie Gerd Zech zu Hilfe, um die Präzisions-Maschinen wieder arbeitsfähig zu machen. „Jeder Tag ist eine neue Herausforderung,“ sagt er. „Das ist oft hart, aber auch das, was ich am meisten an diesem Job mag.“

Bei Ford arbeitet Gerd Zech mittlerweile seit 24 Jahren. Im Interview spricht der Elektromechaniker über seine Arbeit, Roboter in der Fahrzeugfertigung und eilige Rettungseinsätze.

Ford: Seit wann interessierst du dich für Mechanik?

Gerd Zech: Schon als Kind war ich immer daran interessiert, wie Dinge funktionieren. Irgendwann begann ich mit der Reparatur von Fahrrädern und später beschäftigte ich mich mit dem Tuning von Mopeds.

Ford: Wenn du einen Roboter bauen dürftest – was würde der können?

Er sollte die Hausarbeit erledigen, damit mehr Zeit für Familie und Hobbies bleibt. Auf jeden Fall sollte ein Roboter stets hilfreich sein.

Ford: Wie sieht ein typischer Tag in der „Roboter-Klinik“ aus?

Gerd Zech: Ein normaler Tag beginnt mit Fehleranalysen. Roboter werden zerlegt, gereinigt und vermessen. Nach Wartungs- oder Reparaturarbeiten werden die Roboter wieder zusammen gebaut. In Notfällen, zum Beispiel, wenn wegen eines defekten Roboters ein Fließband stillsteht, eilen wir als „Rettungskraft“ zur Einsatzstelle.

Ford: Was sind die Stärken der Roboter bei Ford?

Gerd Zech: Das Schlüsselwort heißt Qualität. Roboter arbeiten präziser und objektiver als Menschen, insbesondere im Hinblick auf Schweißen, Kleben und Messungen. Für die genaue Platzierung der Türen verwenden wir zum Beispiel spezielle Roboter mit Laser-Sensoren.

Ford: Wie viel Prozent eines Ford Fiesta baut ein Roboter?

Gerd Zech: In den Bereichen Karosserie und Lackierung macht der Anteil der Roboter-Arbeit etwa 80 Prozent aus. In der Endmontage und bei der Qualitätskontrolle sind es 20 Prozent. Insgesamt wird der neue Fiesta zu 50-60 Prozent von Robotern gefertigt.

Ford: Was ist neu in der Welt der Ford-Roboter?

Gerd Zech: Wir verwenden zum Beispiel einen Roboter mit Fotozellen für detaillierte Qualitätskontrollen. Und wir führen bereits Tests mit einem Ultraschall-Roboter durch, der die Qualität von Schweißpunkte tief im Inneren des Materials prüfen soll.

Ford: Werden Roboter eines Tages die Welt beherrschen?

Gerd Zech: Nein, der Mensch will die Kontrolle behalten.