Auf der „grünen Welle“ reiten

November 11, 2016

Stellt euch vor, ihr seid auf dem Weg zur Arbeit und müsst künftig nicht mehr an jeder roten Ampel warten. Um dieses Szenario in Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen, nehmen wir in Großbritannien an einem Technologie-Test teil, der später zur Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen soll. So könnten rote Ampeln für Autofahrer bald der Vergangenheit angehören. Bei dem Technologie-Test wählen Fahrer eine vom System ermittelte Geschwindigkeit, um die Chance auf eine „grüne Welle“ zu erhöhen. Neben einem weniger zeitintensiven und stressigen Effekt beim Autofahren, soll durch weniger Ampel-Stopps eine Verbesserung der Kraftstoffeffizienz erreicht werden.

„Nach einem langen Arbeitstag auf der Heimfahrt an roten Ampeln zu stehen – das ist eine echte Belastung“, sagt Christian Ress, Supervisor, Driver Assist Technologies, Ford Research and Advanced Engineering. „Das Autofahren bei „grüner Welle“ spart hingegen Zeit und Nerven. Ein verbesserter Verkehrsfluss reduziert darüber hinaus die Schadstoff-Emissionen und den Kraftstoffverbrauch“.

Für den Test in Großbritannien werden Ford Mondeo Hybrid-Fahrzeuge genutzt, die zudem über ein Warnsystem verfügen, welches den Fahrer informiert, sobald ein vorausfahrendes Fahrzeug plötzlich bremst. Das Warnsystem erfasst dabei Bremsvorgänge in einer Entfernung bis zu 500 Metern.

Im Verlauf des nächsten und übernächsten Jahres werden Warnsysteme getestet, die den Fahrer informieren, sobald ein anderes Fahrzeug eine Kreuzung blockiert oder wenn sich ein Polizeiauto, ein Krankenwagen oder ein Feuerwehr-Löschfahrzeug nähert. Damit soll an Kreuzungen eine Priorisierung vorgenommen werden, ohne dass Verkehrszeichen und Ampeln erforderlich sind.

Die Versuche werden in Milton Keynes und Coventry (Großbritannien) auf öffentlichen Straßen sowie auf abgesperrten Strecken durchgeführt.

Detaillierte Informationen in englischer Sprache findet ihr hier.

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