#FordFan des Monats: ein ferngesteuertes Auto war der Anfang

Juli 11, 2014

Chris Thierig ist unser Ford Fan des Monats. Sein Ford Escort Express ist nicht nur ein außergewöhnlicher Blickfang, sondern dokumentiert auch seinen Hang zum Perfektionismus. Und angefangen hat alles mit einem Fernsteuerauto. Aber lassen wir doch Chris erzählen.

René: Chris, stell dich doch bitte kurz vor. Wer bist du, wo wohnst du, wie alt bist du und was ist dein Beruf?

Chris: Hallo! Ich heiße Chris Thierig, komme aus Kerpen, bin 27 Jahre alt und arbeite als Zerspanungsmechaniker.

René: Dein Ford Escort Express ist ja ein echter Blickfang, den man kaum noch auf Deutschlands Straßen sieht. Wie lange fährst du schon deinen Escort Express? Und warum hast du dich gerade für dieses Modell entschieden?

Chris: Ich fahre diesen Ford Escort Express jetzt mittlerweile seit drei Jahren. Ursprünglich sollte er nur Winter- und Alltagsauto werden. Denn er ist günstig im Unterhalt, man kann viel transportieren und auf Autotreffen kann man auch mal drin schlafen.

René: Einen Escort Express zu tunen ist außergewöhnlich. Wie bist du auf die Idee gekommen gerade dieses Modell so speziell aufzumotzen?

Chris: Eigentlich war das nicht geplant. Dass ich ihn so umgebaut habe, das kam im Laufe der Zeit eher zufällig.

René: Kommen wir zum Eingemachten! Wie man sieht, kennst du dich mit Fahrzeugen sehr gut aus und bist ein talentierter Bastler und Schrauber. Was hast du an deinem Ford alles getunt?

Chris: Vor dem ersten Winter habe ich schon eine beheizbare Windschutzscheibe nachgerüstet sowie diverse elektronische Spielereien, elektrische Fensterscheiben, Zentralverriegelung, elektrische Spiegel und so weiter – ein bisschen Komfort will man schließlich haben. Außerdem habe ich natürlich eine Musikanlage eingebaut.

René: Und wie ging es dann weiter?

Chris: Zunächst habe ich ihn vorne ein wenig tiefer gelegt. Dann habe ich mir diese Felgen geholt, die ich schon immer haben wollte. Da war mir noch gar nicht klar, auf welches Auto ich die letztendlich schraube. Dann habe ich sie aber mal beim Ford Escort Express drauf gesteckt und mir gedacht: Ah, das sähe gut aus – da müssten wir dann aber viel Blech machen…

René: …was ihr dann auch gemacht habt.

Chris: Richtig. Im nächsten Winter hab ich den Wagen stillgelegt und dann kam eigentlich der große Blechumbau. Angefangen haben wir mit der Motorhaube, in die wir Powerdomes vom Escort MK5 RS 2000 eingeschweißt haben – allerdings nicht so wie sie in der Originalhaube sitzen, sondern leicht schräg. Dazu eine Haubenverlängerung mit bösem Blick, außerdem haben wir den Kühlerausschnitt verkleinert. Damit die Felgen passen, mussten wir die Radläufe vorne teilweise auftrennen, komplett rausziehen und mit Verstärkungen wieder alles zusammenschweißet. Hinten haben wir sogar komplett Radläufe von einem anderen Modell eingeschweißt, nicht zu vergessen der Heckspoiler, der auch mehr oder weniger selbstgebaut ist. Dann kam noch der Einarm-Wischer drauf und ’ne gekürzte Antenne.

René: Wenn ich einen Blick ins Fahrzeuginnere werfe, hast du auch am Interieur ne ganze Menge gemacht…

Chris: Ja, die Sitze stammen aus der Escort RS2000 F1 Edition und auch das Lenkrad ist ein bisschen kleiner und sportlicher als das Original. Und den Innenraumteppich habe ich natürlich nachgerüstet, normalerweise hat der Escort Express ja nur so ’nen Gummiboden. Im vergangenen Winter kam dann der Heckausbau.

René: Können wir mal einen Blick reinwerfen?

Chris (öffnet die Hecktüren): Natürlich! Da ist jetzt eine komplette zweite Etage drin. Unten habe ich die Subwoofer eingebaut, damit die Bässe auch genug Platz haben und trotzdem noch Stauraum bleibt. Dann habe ich die Seiten komplett verkleidet, ebenfalls mit Stauraum für die Endstufen und den Kondensator versehen. Zu guter Letzt habe ich alles schön mit Stoff bezogen und kann oben bestens auf der zweiten Etage schlafen, wenn ich zum Beispiel bei einem Ford Treffen bin.

René: Nicht schlecht! Man sieht, du hast eine ganze Menge Arbeit in deinen Ford gesteckt. Wie lange hast du insgesamt an deinem Escort geschraubt und was macht dich besonders stolz?

Chris: Wie lange ich geschraubt habe kann ich gar nicht sagen. Nur so viel: Die letzten drei Jahre habe ich hauptsächlich an diesem Fahrzeug gearbeitet. Besonders stolz machen mich der Karosserieumbau, den ich – mit Hilfe von Freunden – in Eigenregie durchgeführt habe und die Tatsache, dass ich einer der allerersten mit auslackierten Scheinwerfern und Nebelscheinwerfern war. Das hat man in dieser Szene bisher noch nicht so gesehen.

René: Wie man sehen kann, bist du ein Ford Fan aus Leidenschaft! Seit wann schlägt dein Herz für Ford?

Chris: Im Alter von etwa 13 oder 14 Jahren habe ich mit Modellbau begonnen, genauer mit RC-Autos. Und wie es der Zufall so wollte, war meine erste Karosse eine Ford Focus Karosse – und so hat meine Leidenschaft angefangen.

René: Chris, vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast!

Disclaimer: Bitte beachtet, dass Fahrzeugumbauten nur von Fachleuten durchgeführt werden sollten und dass gegebenenfalls eine Abnahme und Eintragung durch den TÜV erforderlich ist.

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